Löten

Materialien, Techniken, Anregungen und Tipps
Antworten
Wolfgang R. (abgemeldet)
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 1786
Registriert: 1. Jun 2003, 09:42
Wohnort: Sonsbeck

Löten

Beitrag von Wolfgang R. (abgemeldet) »

Hallo in die Runde,
seit einer Woche bin ich Besitzer eines Wasserstoff Lötgerätes. Das Gerät ist nur einmal genutzt worden und somit neuwertig, alle Teile sind vorhanden ausser der Übersichtszeichnung des Herstellers. Diese ist bestellt und sobald das Gerät Einsatzbereit ist werd ich Fotos von Lötversuchen einstellen.
Gruß und Hp1
Wolfgang
Wolfgang R. (abgemeldet)
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 1786
Registriert: 1. Jun 2003, 09:42
Wohnort: Sonsbeck

Re: Löten

Beitrag von Wolfgang R. (abgemeldet) »

Hallo in die Runde,
alle Teile und Zeichnungen sind nun da, die Inbetriebnahme war indes eher unspektakulär. Netzsecke in die Steckdose, einschalten und abwarten was der Prozessor auf dem Display anzeigt. Er zeigt, zu meiner Verwunderung, eine sofortige Einsatzbereitschaft an welche ich sofort nutzte. Zu diesem Zweck steckte ich eine mittlere Lötspitze auf das Handstück und zündete mit einem Feuerzeug die Wasserstoffflamme an. Eine kleine eher mikeriege Flamme war zu sehen, irgentwie lies sie sich nicht regeln, also andere Spitze drauf und wieder versucht, gleiches Ergebnis. Bei der größten Düse wanderte die Flamme in selbige und schon war die Düse hin. Es folgte die Zerlegung des Handstücks und die intensive Reinigung der Einzelteile. Der Sinterfilter war vorher gewechselt worden, an ihm konnte es also nicht liegen. Am unteren Ende des Handstücks, dort wo der Gasschlach angeschlossen wird, war jede Menge Dreck drin.
Nach dem Zusammenbau lief die Anlage super, sie ist einfach regelbar und die Flammengröße für jeden Lötzweck einstellbar.
Die Umstellung von Proxxon Handlötgerät auf Wasserstoff ist schon gewaltig, ich übe noch.
Gruß und Hp1
Wolfgang
Benutzeravatar
Alfred Käsemann
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 748
Registriert: 24. Mär 2003, 14:28
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Löten

Beitrag von Alfred Käsemann »

Hallo Wolfgang,
Wolfgang Rabsahl hat geschrieben:Am unteren Ende des Handstücks, dort wo der Gasschlach angeschlossen wird, war jede Menge Dreck drin.
dass spricht aber eher gegen deine Aussage im ersten Beitrag.
Das Gerät ist nur einmal genutzt worden und somit neuwertig
Wie ist denn die Flammenfarbe? Eher grünlich oder bläulich?

Gruß Alfred
Wolfgang R. (abgemeldet)
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 1786
Registriert: 1. Jun 2003, 09:42
Wohnort: Sonsbeck

Re: Löten

Beitrag von Wolfgang R. (abgemeldet) »

Hallo Alfred,
das Handstück stammt aus dem Fundus des Vorbesitzers, hat schon etliche Lötstunden hinter sich, lag wohl schon länger in der Schublade.
Die Farbe der Flamme ist grün.
Gruß und Hp1
Wolfgang
Benutzeravatar
Alfred Käsemann
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 748
Registriert: 24. Mär 2003, 14:28
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Löten

Beitrag von Alfred Käsemann »

Hallo Wolfgang,

nach einigen Lötstunden wird die Flamme langsam bläulich und immer heller werden, dann solltest du in dem Gasmischer die Spezialflüssigkeit und das Methanol bis zur Markierung erneuern.

Das Mischungsverhältnis bei meinem Gerät ist:

2 Teile Spezialflüssigkeit
1 Teil Methanol

Ist dein Gasmischer aus Metall oder Kunststoff :?:

:!: Achtung, die Kunststoffgasmischer werden mit der Zeit spröde und dann undicht. :!:

Gruß Alfred
Wolfgang R. (abgemeldet)
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 1786
Registriert: 1. Jun 2003, 09:42
Wohnort: Sonsbeck

Re: Löten

Beitrag von Wolfgang R. (abgemeldet) »

Hallo Alfred,
der Vorratsbehälter und der Reaktorbehälter sind aus Edelstahl, als Flußmittel wir Flux-V benutzt, als Reaktionflüssigkeit Kaliumhydroxid.
Gestern war der Vetter Hot Flame 350 (so heißt das Lötgerät) erstmals mehr als eine Stunde in Betrieb, die Farbe der Flamme hat sich nicht geändert.
Erste Versuche mir einer 18er Düse verliefen sehr vielversprechend.
Vielen Dank für die Tips
Gruß und Hp1
Wolfgang
Benutzeravatar
Alfred Käsemann
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 748
Registriert: 24. Mär 2003, 14:28
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Löten

Beitrag von Alfred Käsemann »

Hallo Wolfgang,

der Reaktorbehälter ist aus Sicherheitgründen m.W. immer aus Edelstahl, nur die Gasmischer fertigten manche Hersteller aus Kunststoff. Heute aus Sicherheitsgründen nicht mehr erlaubt.

Da musst du schon gut 10 Std. löten, damit sich die Flammenfarbe sichtbar verändert. Löten kannst du auch noch wenn man die Flamme nicht mehr sieht.

:wink: Das ist ja das teuflische bei einer reinen Wasserstoff-Flamme, man sieht sie nicht aber wehe du kommst mit der Hand vor den Brenner, wenn er an ist.

Gruß Alfred
Wolfgang R. (abgemeldet)
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 1786
Registriert: 1. Jun 2003, 09:42
Wohnort: Sonsbeck

Re: Löten

Beitrag von Wolfgang R. (abgemeldet) »

Hallo Alfred,
gestern Abend hab ich die ersten "unangenehmen" Erfahrung mit meiner Lötmaschine gemacht, Lötobjekt war der Aufbau der V200. Den Aufbau der Lok habe ich komplett aus einander gelötet und wieder zusammen gelötet, beim letzten Blech ist es dann passiert, die Flamme zu lange auf einen Punkt im Blech gehalten und schon war eine Beule drin die nicht mehr raus geht, ist schon irre was da an Wärme auf kleinstem Raum zur Verfügung steht.
Gruß und Hp1
Wolfgang
Thomas Kaeding
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 106
Registriert: 24. Mär 2003, 17:09
Wohnort: Uetersen

Re: Löten

Beitrag von Thomas Kaeding »

Hallo zusammen,
hier eine Adresse, wo man die Geräte kaufen kann:
http://www.goldschmiedebedarf.de
Aber bitte nicht bei den Preisen erschrecken. :shock:
Gruß
Thomas
Der Weg ist das Ziel.
Mögen die Geise nie enden.
Benutzeravatar
Alfred Käsemann
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 748
Registriert: 24. Mär 2003, 14:28
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Löten

Beitrag von Alfred Käsemann »

Hallo Thomas,

diese Fa. ist mir zu teuer und zu unbeweglich. Ich habe mein Gerät vor ca. 20 Jahren dort gekauft, bin/war mit dem Service nicht zufrieden.

Das Personal mit dem ich gesprochen habe, hatte keine Ahnung von der Materie "Wasserstoff-Lötgerät" und deren Fehlerbeseitigung.

Ich hatte einmal einen Platinenfehler und sollte das Gerät einschicken. Kostenvoranschlag mindestens 650,-- Euro.

:wink: Da habe ich mich lieber hingesetzt und einen Tag telefoniert. Das Ergebnis, ich kannte danach einen Mitarbeiter der ehemaligen Fa. meines ehemaligen Geräteherstellers (Fischer ist ja nur ein Händler) und bekam eine neue Platine mit Reinigung des Geräts für 220,-- Euro inkl. Märchensteuer.

Ich konnte das Gerät pers. anliefern bei

Hr. Schuckert 07231 – 2801791 Lötgerät

und noch am selben Tag wieder mit nehmen.

Gruß Alfred

:!: Hallo Thomas, ich habe es geändert :!:
Zuletzt geändert von Alfred Käsemann am 28. Nov 2009, 12:28, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
Thomas E. (abgemeldet)
IG Spur II Mitglied
Beiträge: 451
Registriert: 5. Jun 2003, 14:56
Wohnort: Bergisches Land
Kontaktdaten:

Re: Löten

Beitrag von Thomas E. (abgemeldet) »

Alfred Käsemann hat geschrieben:Ich konnte das Gerät pers. anliefern bei ...
WARNUNG !

Bei Öffnen der Homepage des Maschinenherstellers schlägt mein Virenscanner Alarm !!!


Alfred, Danke für das Herausnehmen des Link.

Grüßle

:flamingdev: Thomas
Unsere Seite über Beschilderung und Ätztechnik - 1:1 und im Modell : www.AeHC.de
Antworten