Umfrage Schiebedachwagen Kmmks 51 (Tms 851)

Karsten Stöhr
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Re: Umfrage Schiebedachwagen Kmmks 51 (Tms 851)

Beitrag von Karsten Stöhr »

Torsten Schoening hat geschrieben: 2. Jul 2026, 23:38 der Wagen wird ein UIC-Standard-Fahrwerk, wie der E040, haben.
Kommt drauf an, was Du mit Fahrwerk meinst. Für die Achshalter stimmt das schon.
Beim Rahmen sieht das ganz anders aus.

Die Kmmks 51 / Kmmfks 52 (Variante mit Stirntüren) - wie auch die Kmmgks 58 - hatten äußere Hohllangträger, d.h. sie waren außen glatt und keine U-Profile, was optisch deutlich auffällt.

Die inneren Langträger sind auch sehr verschieden:
Beim E 040 waren sie zweiteilig, mit den Querträgern zwischen oberem und unterem inneren Langträger wie ein Sandwich, ein sogenannter aufgelöster Rahmen. Vermutlich ist dieser Rahmen aber beim Boermann E 040 eh nicht nachgebildet, da es im Spritzguss sehr schwer wäre.
Der Suttorp E 040 hat den aufgelösten Rahmen sehr schön nachgebildet, wie auch beim Rungenwagen.

Bei den Kmmks 51 / Kmmfks 52 wurden die inneren Langträger und Querträger jedoch noch konventionell ausgeführt.
Bei den später gebauten Kmmgks 58 war es dann schon der aufgelöste Rahmen.

Gruß,
Karsten
Zuletzt geändert von Karsten Stöhr am 3. Jul 2026, 10:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Torsten Schoening
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Re: Umfrage Schiebedachwagen Kmmks 51 (Tms 851)

Beitrag von Torsten Schoening »

Hallo Karsten,
danke für die Aufklärung, so tief stecke ich in DB-Wagen nicht drin. Vierkant-Hohlprofile hatte doch auch der Omm52 der DB.

Viele Grüße
Torsten
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Alexander Naß
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Re: Umfrage Schiebedachwagen Kmmks 51 (Tms 851)

Beitrag von Alexander Naß »

Bei nem Omm52 wäre ich sogar an Bord .......
Martin Ristau
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Re: Umfrage Schiebedachwagen Kmmks 51 (Tms 851)

Beitrag von Martin Ristau »

Hallo in die Runde,

nachdem ich die Diskussion seit Tagen beobachte, finde ich jetzt "zwischen Wickeltisch und Flaschenwärmer" die Gelegenheit mal selbst zu schreiben.

Schon Anfang des Jahres hatte Wolf bei uns angefragt, ob wie den Kmmks 51 bauen könnten.
Das können wir natürlich, aber für ein einzelnes Modell sind die Entwicklungskosten zu hoch.
Ich hatte ihm daher vorgeschlagen eine Serie von 10 Wagen aufzulegen, wofür ich hier allerdings gerade noch nicht genügend Interssenten sehe.

Man erkennt anhand der Diskussion ja auch ein paar grundsätzliche Herausforderungen eines solchen Projektes - allem Voran die unterschiedlichen Erwartungen oder Ansprüche an das Modell.

Georges z.B. wünscht sich ein Modell in Metallbauweise.
Das wiederum würden wir nicht realisieren können, da uns hierfür schlichtweg die Zeit fehlt und die Kosten für eine Fertigung in Deutschland wahrscheinlich auch das Budget des Interessenten sprengen würden.
Wir würden wenn nur ein Modell in Mischbauweise Kunststoff-3D-Druck mit angesetzten Metallteilen anbieten.

Übrigens Georges - wenn du richtig hingeschaut hast ist dir sicher aufgefallen das alle von Jen angebotenen Lokomotiven von uns stammen.
Der Gesundheitszustand meines Vaters und mein geringes für den Modellbau zur Verfügung stehendes Zeitkontingent haben diese Zusammenarbeit sinnvoll erscheinen lassen.
Auch Jens kann keine Modell aus dem Hut zaubern und auch für ihn müsste sich die Produktion lohnen.

Alexander - für den Omm52 musst du nur etwas Geduld mitbringen.
Die tauchen regelmäßig gebraucht von Magnus auf.

Aber zurück zum Kmmks 51.
Mein Vater und ich haben das gestern mal schnell überschlägig gerechnet für fünf Wagen und sind für einen Bauteilesatz auf 1040 Euro gekommen.
Wären es zehn Wagen würde sich der Preis auf 850 Euro reduzieren.

Ich weiß nicht ob es da jemanden gibt der den Wagen als Einzelstück oder für deutlich weniger Geld in Serie macht - bekanntlich steht ja jeden Tag irgendwo irgendjemand auf... .

Was Klaus Liebherr angeht, so muss ich hier anmerken, dass seine Modelle für den Abnehmer natürlich in Sachen Preis-Leistung sehr attraktiv waren, seine Art und Weise das Geschäft zu betreiben jedoch dem "Markt" eher geschadet hat.
Er hat mich in Schkeuditz mal darauf angesprochen, warum unsere Kleinserienmodelle so teuer seien.
Ich habe ihm daraufhin erklärt was Fertigungsnebenkosten sind und was es bedeutet Steuern zu zahlen - davon das man man Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit nämlich angeben und versteuern muss wollte er nämlich nichts wissen.

So kann man sich natürlich einen preislich Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern verschaffen, mit dem diese dann durch potentielle Kunden immer wieder konfrontiert werden.
Allerdings braucht sich dann auch niemand wundern, wenn es keine neuen Modelle oder Entwicklungen gibt, weil man dafür von vornherein keine Absatzmöglichkeiten sieht.

An der Stelle schließe ich auch nochmal den Kreis zu Georges Aussage, Lokomotiven ohne Wagen seien wie Suppe ohne Salz.
Ja - der Betriebsbahner mag das so sehen, aber aus der Sicht des Sammlers ist diese Aussage irrelevant.
Und egal oder Sammler oder Betriebsbahner - beide sind häufig gewillt für eine Lokomotive deutlich mehr anzulegen als für einen Wagen.
So lassen sich die Kosten für die Entwicklung eines Modells im Endpreis einer Lokomotive deutlich besser unterbringen, als bei einem Wagen.
Gewisse Fixkosten fallen materialtechnisch außerdem bei jedem Fahrzeug an.
So braucht jedes Fahrzeug i.d.R. vier Puffer, mindestens zwei Radsätze, zwei Schraubenkupplungen usw. .
Das führt dazu das ein Fahrwerk für einen Schwerin am Ende ähnlich viel kostet wie für einen Gbs - obwohl letzteres mehr als doppelt so lang ist.

Beste Grüße

Martin
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Karsten Stöhr
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Re: Umfrage Schiebedachwagen Kmmks 51 (Tms 851)

Beitrag von Karsten Stöhr »

Hallo Torsten,

hattest Du nicht mal selbst einen Magnus Omm 52 verbessert?

Der Omm 52 hat zwar von der Seite betrachtet auch glatte Hohllangträger, und das würde für ein einfaches Kunststoffmodell wohl auch reichen.

Das Vorbild hatte jedoch einen völlig anderen und einzigartigen Rahmen, den es nur bei diesem Güterwagen Typ gab. Alle Längs- und Querträger waren aus Blechen zusammengeschweißte Hohlträger. Innere Langträger und die Querträger hatten nahezu gleiche Höhe. Dabei verbreiterten sich die Querträger an den Enden mit Viertelkreis förmigen Ausläufern - ich kenne den Fachbegriff dafür nicht.

Das Foto zeigt den Anschluss eines Querträgers an den äußeren Langträger:

Omm 52 Rahmen (Karsten Stöhr)
Bild

Das Foto habe ich am Original-Wagen im Museum Bochum-Dahlhausen aufgenommen.

Gruß,
Karsten
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